Chinesische Weisheiten
Hohe Weisheiten aus dem fernen Osten, die heute noch ihre Gültigkeit haben.

Mong Dsi (372-289 v. Chr.)

Die Weisheit der Streber beschränkt sich darauf, gute Verbindungen zu erreichen; sie verkümmern ihren Geist mit Nichtigkeiten und doch möchten sie zugleich die Welt beherrschen. Aber das große Eine ist unsichtban Was jene betreiben, führt sie nur in die Irre in der Welt der Sichtbarkeit. Sie sind äußerlich verstrickt und erkennen nicht den großen Uranfang. Der höchste Mensch aber wendet seinen Geist zurück zur Ewigkeit und genießt die Geheimnisse des Jenseits. Er gleicht dem Wasser, das fließt ohne Formen anzunehmen. Er ergießt sich in die große Ur-Reinheit. Wehe denen, deren Erkenntnis sich mit Haarspaltereien abmüht und die die große Ruhe nicht erkennen. Viel Leid der Menschen kommt daher, daß sie sich zu Lehrmeistem der anderen aufspielen wollen. Nichts zeigt besser, was im Menschen ist als das Auge. Das Auge kann nicht Böses verbergen. Ist in der Brust eines Menschen alles richtig, so ist das Auge klar, steht es nicht richtig in der Brust, so ist das Auge glanzlos. Hör, was einer sagt, und sieh ihm ins Auge: Wie kann ein Mensch dir entschlüpfen? Wenn man einen Edlen unserer Zeit als Schweineschlächter verwenden will und er dieses Geschäft nicht versteht so lehnt er ab. Wenn man ihm aber einen Staatsministerposten überträgt so übernimmt er ihn, auch wenn er ihm nicht gewachsen ist. Ist das nicht widersinnig? Wenn Vater und Mutter beide noch leben, und wenn die Brüder nicht in Bedrängnis sind: Das ist seine erste Freude. Wenn er ohne böses Gewissen zum Himmel emporblickt und ohne Erröten zu den Menschen herabschaut: Das ist seine zweite Freude. Wenn er die Besten und Begabtesten des Reiches an sich ziehen kann, um sie zu lehren und bilden: Das ist seine dritte Freude. Drei Freuden hat der Edle; aber, König zu sein im Reich, ist keine von ihnen' Ein Volk läßt sich nicht abschließen durch stark bewachte Grenzen. Ein Reich ist nicht fest durch die Steilheit von Berg und Tal.

Tang Tai Tsung (627-649)

Wenn man sein äußeres Aussehen prüfen will, bedient man sich eines guten Spiegels. Wenn der Regent seine Fehler erkennen will, verläßt er sich auf die treue Aufrichtigkeit seiner Minister. Wenn er nur seinem eigenen Licht traut und meint der Kritik nicht zu bedürfen, dann wird er bald nur noch von Schmeichlern umgeben sein, die ihn eine Unsumme von Fehlern begehen lassen und ins Verderben stürzen. Wenn ihr mir treu dienen wollt müßt ihr mir rücksichtlos meine Fehler nennen.

Fang Hsiao Ju (1357-1402)

Gesprochene Worte können gut oder schlecht sein. An einen Menschen gerichtet können sie angenehm oder aufreizend sein. Worte erhalten oder stürzen Nationen. Geschrieben in ein Buch, können sie weise oder dumm sein. Ja, sollten wir uns nicht in acht nehmen mit unseren Worten?

Lo Schan Nai (1834-1867)

Des Menschen Leben währet kurze Zeit. Die Bäume, die Elefanten Und Papageien leben lang, aber Menschen welken Sehr schnell dahin, - es ist ein schwacher Stamm. Darum nützt die Frist jammert nicht sondern lebt! Bekränzt euch das Haupt mit bunten Chrysanthemen; Nehmt junge Mädchen um die Brust und lacht Grübelt nicht über das Dasein nach! Grübeln macht traurig, und ihr werdet nie Und nie ergründen, - warum also denken? Lacht tanzt und trinkt dem alten Mond zu, Und schnell ins Grab - so ist's das Allerbeste!

Meiji Tenno (1852-1912)

Ragt der Gipfel noch so hoch zum Himmel, unersteigbar schier: Willst den Aufstieg du erzwingen, öffnet auch ein Weg sich dir. Kenko Hoshi (1283 -1350) Das noch Ungetane liegenlassen, wie es ist das mutet an und gibt der Seele Luft. Darum wird auch bei allen Arbeiten im kaiserlichen Palast wie ich mir sagen ließ, stets etwas unfertig gelassen. Auch die Schriften der Alten des In- und Auslandes sind voll von Kapiteln und Abschnitten, die nicht dastehen.

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