Wenn der Mensch nicht mehr abhängig ist, von der ANERKENNUNG oder ABNEIGUNG anderer ist er frei, das wäre es ja wohl und wie bei vielen Dingen glaubte ich dies auch schon überwunden zu haben, aber da bin ich wieder einmal einer Täuschung aufgesessen, manchmal ist es schon zum verzweifeln..........

Ja, das kommt leider auf dem Weg öfters vor, dass man GLAUBT – jetzt habe ich es geschafft, was könnte mir jetzt noch schlimmes passieren – und dann unvermutet wieder etwas aus der Tiefe auftaucht (durch ein Ereignis), das einem seine Bindung verdeutlicht. Eigentlich meint jeder frei zu sein, so lange keine Probleme auftauchen. Erst, wenn die DROHUNG entsteht, dass etwas, (was vielleicht sogar schon Routine war, und gerade darum nicht als Fessel empfunden wurde) eine persönliche Beziehung welcher Art auch immer, in die Brüche zu gehen, DANN merkt man seine Fessel – weil es schmerzt. Man glaubt dann, doch noch etwas tun zu müssen, um den Kontakt aufrecht zu erhalten. Oder man denkt: Habe ich auch alles getan um einen vernünftigen Kontakt zu ermöglichen, oder habe ich Fehler gemacht - ist es MEINE Schuld? Bin ich Diesem noch etwas SCHULDIG geblieben? Oder bei Bindungen an einen Arbeitsplatz: Da kann man in mehrfacher Hinsicht gebunden sein. 1. An den Chef selbst (geistig), wenn er einem sympathisch ist. 2. An das angenehme Betriebsklima (seelisch). 3. An die Mitarbeiter (geistig). 4. An der Position, die man einnimmt (seelisch) 5. An das Geld, das man verdient (materiell). 6. An den Ort des Betriebes (seelisch) weil ich nicht lange zur Arbeit fahren muss. 7. An den Ort der Wohnung (seelisch) wenn ich für eine andere Arbeit umziehen müsste. Du siehst, eine ganze MENGE von Bindungen, an nur EINE Sache (Arbeitsplatz)! Diese Art von Bindungen sind daher viel schwieriger zu überwinden, als an „nur“ einen Freund oder Freundin. Und in diesem Falle ist auch sehr gründlich zu analysieren – WORAN bin ich eigentlich gebunden? Ist es das Geld? – Egal! Ist es der Chef? – Egal! Ist es die Position? – AHA; da haben wir es. In dieser Art ist alles rein vom Geiste einzeln zu überprüfen, BEVOR man dann die ERKANNTE Bindung lösen kann. Sonst könnte man etwas künstlich lösen und aufgeben, an das man gar nicht gebunden war. Denn man könnte sich ja auch mit einer geringeren Position abfinden wenn man will – oder man kann auch auf Lohn verzichten wenn man will. Ein gutes Arbeitsklima war mir immer wichtiger als das Geld. Doch wie gesagt, wenn die Situation (DROHUNG) nicht eintritt, merkt man von all diesen Bindungen nichts.

Eine Bindung merkt man immer erst dann, wenn die Drohung vorhanden ist, etwas zu verlieren.

©Demetrius Degen

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