Beweggrund ist die URSACHE des Handelns.

Es geht um den BEWEGGRUND! Wie der Name schon sagt, der GRUND, warum ICH mich bewege -
Handle in Tat, Wort und Gedanken.

Der Mensch kann aus einem guten Beweggrund handeln = zum Wohle des Anderen, und er kann aus einem schlechten Beweggrund handeln = zum Eigennutz.
Es wird im spirituellen also nicht die eigentliche Handlung bemessen, sondern der GRUND, warum jemand handelt.

Beispiel beim Tun: Ich kann ein Kind bestrafen - Du hast MIR zu gehorchen (Eigennutz), oder Du mußt etwas lernen (Nutzen des Kindes). Ich kann einen Kuchen backen, um die Gäste zu erfreuen (selbstlos), und ich kann den gleichen Kuchen backen, um gelobt zu werden (Egoismus). Ich kann anderen Helfen (auch spenden, gutes tun) um des Helfens (für die Allgemeinheit) willen (selbstlos), und ich kann genau so helfen, um gelobt zu werden (ach wie gut bin ICH (STOLZ auf sein gut sein)) oder um mein Karma zu verbessern (Egoismus).

Beispiel beim Reden: Ich kann mit jemandem schimpfen, um ihn zu kränken (schlechter Beweggrund). Ich kann mit jemanden schimpfen, um ihn auf seinen Fehler hinzuweisen (guter Beweggrund). Ich kann jemanden Loben, damit er mICH sympathisch findet (Ego). Ich kann jemand loben, um ihn zu bestärken (selbstlos). Ich kann etwas falsches über einen Anderen erzählen, das ihm schadet (schlechter Beweggrund). Ich kann etwas richtiges über einen erzählen, um ihn zu unterstützen (guter beweggrund).

Beispiel beim Denken: Ich kann missgünstig über jemanden denken (schlechter Beweggrund). Ich kann wohlwollend über jemanden denken (guter Beweggrund). Ich kann jemandem Glück wünschen (guter Beweggrund) und ich kann jemanden Pech wünschen (schlechter Beweggrund).

Kurz: Alles, was den Anderen schädigen und mich hervortun soll - in Tat, Wort oder Gedanke - (Handeln aus Wut, Haß, Neid, Eifersucht, Mißgunst) erzeugt ein schlechtes Karma. Alles, was dem Anderen oder der Allgemeinheit nützen oder helfen soll, ohne etwas für sICH zu erwarten, erzeugt ein gutes Karma.

Der Beweggrund ist von Anderen NICHT zu erkennen, und die Masse weiß nicht einmal SELBST warum sie dieses Denkt, Redet oder Tut.

Darum sollen wir auch nicht Richten, damit wir nicht gerichtet werden!

Doch das Ziel ist GRUNDLOS zu handeln, was von Lao-Tse als Tun ohne Tun bezeichnet wird (was nur selten erreicht wird).
Bhagavad Gita: 4.18 Wer Nicht - Handeln in Handeln und Handeln in Nicht - Handeln sieht, ist einwahrhaft intelligenter Mensch und gründet in der Transzendenz, obgleich er alle Artenvon Aktivitäten ausführt.

Denn für sein Ego handeln (Egoismus), bringt ein schlechtes Karma, und für die Anderen Handeln (selbstlos), bringt ein gutes Karma. Aber eben IMMER ein KARMA. Doch ein Karma zu erzeugen - ob gut oder schlecht - bedeutet auch IMMER eine Wiedergeburt.

Nur wer GRUNDLOS handelt, wird nicht mehr wieder geboren.

Bhagavad Gita:

2.19 Wer glaubt, das Lebewesen töte oder werde getötet, befindet sich in Unwissenheit. Wer in Wissen gründet, weiß, daß das Lebewesen weder tötet noch getötet wird.
18.17 Wer nicht vom falschen Ich motiviert und wessen Intelligenz nicht verstrickt ist, ist selbst wenn er in dieser Welt Menschen tötet, kein Mörder, noch wird er durch seine Handlungen gebunden.
5.19 Menschen, deren Geist in Gleichmut und Ausgeglichenheit ruht, haben die Fessel von Geburt und Tod abgestreift. Sie sind unbefleckt wie das Brahman, und daher sind sie bereits im Brahman verankert.
6.27 Der yogi, dessen Geist fest auf Mich gerichtet ist, erreicht das höchste Glück. Weil er sich mit dem Brahman identifiziert, ist er befreit; sein Geist ist von Frieden erfüllt, seine Leidenschaften sind zur Ruhe gekommen, und er ist frei von allen Sünden.

Mit freundlichen Grüßen
Demetrius

©Demetrius Degen
14.03.2014

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