Der Sinn des Lebens und die Frage nach Gott.

 

FORENBEITRAG:

@ Amand
Nimmt man alle Mythologien zusammen so kann man wohl sagen, der Sinn des Lebens ist geistige Entwicklung.

@ Burkl
Darum sage ich euch: Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet.

Meine Antwort:
Der Sinn des Lebens ist Bewusstwerdung, und dem entsprechend eine geistige Entwicklung! Denn Bewusstwerdung hat NICHTS mit Glauben zu tun.
Der Buddha glaubte auch an keinen Gott. Seine Lehre ist reine geistige Entwicklung - sprich Bewusstwerdung.

Allerdings hilft der Glaube an einen Gott.
Aber, was bedeutet denn suchen und finden? Ist das ein Suchen unter den Bänken in einer Kirche, oder im Tabernakel? Bestimmt nicht! Gerade dieses Suchen bedingt eine geistige Weiterentwicklung. Das ist eine Suche nach Erfahrungswerten aus dem Leben, nach Erkenntnis und Verständnis von dem, was Leben eigentlich ist. Aber bestimmt kein Hinsetzen und Halleluja beten.

1. Gebot: "Du sollst den Herrn Deinen Gott lieben aus Deinem ganzen Herzen … usw".
Auch in der Bhagavad Gita steht: "Gib Dich mir einfach hin, mach mich zu Deinem EINZIGEN Ziel"!

Wer kann das denn? So lange er noch im Geiste an die materielle Welt GEBUNDEN ist? Der hat noch BEGEHREN in der Welt, und dieses Begehren los zu werden, das ist eine rein GEISTIGE Übung die nur gelingt, wenn der Mensch schon eigene Erkenntnisse aus dem Leben gewonnen hat. Der Mensch kann sich seinem Gott nicht HINGEBEN, (wie von Gott gewollt) so lange sein Geist noch in der materiellen Welt gebunden ist.
So lange der Mensch noch im Irdischen sein Wohl sucht, wird er es nicht finden. Der kann sich seinem Gott weder hingeben, noch ihn wirklich lieben.
Nur eigenständige Geistige Entwicklung, die eigene Suche nach immer mehr Erkenntnis führt zur Befreiung des Geistes vom irdischen Dasein.
Dann kann man mal ANKLOPFEN, und vielleicht wird einem dann auch geöffnet.
In diesem Sinne,
Demetrius Degen Wissen und Glauben - die zwei Pole. http://www.demetrius-degen.de/zeit-themen/mensch03.htm

@Burkl:
Wenn das so wäre, dann bräuchten wir Gott eigentlich gar nicht - der Glaube an Ihn wäre dann bestenfalls ein psychologischer Trick, um das von dir Beschriebene leichter aus eigener Kraft zu erreichen. Ihn zu lieben, mit Ihm in Beziehung zu treten wäre dann nettes Beiwerk für den, der es braucht aber sicher nicht eigentliches Ziel unserer Existenz. Wir wären die eigentlichen "Macher", nicht Er.
So ist es aber nicht. Das Glaubensziel des Christentums ist nicht durch eigene Bemühungen und Leistungen "etwas los zu werden" oder etwas zu erlangen, sondern für jemandem, der uns beschenken will, immer mehr offen zu werden: Für Gott, der sich in Jesus Christus ein menschliches Gesicht gegeben hat, um sich jedem Menschen ganz zu schenken.

Meine Antwort:
Zunächst solltest Du einmal erklären, was nach Katholischer Meinung die Aussage - Suchen und Finden - bedeutet!
Was Du schreibst ist die Katholische Auffassung von BLINDEM Glauben: "Setz Dich auf den Hintern, gehe jeden Sonntag in die Kirche, spende genügend Geld und GLAUBE das, was ICH Dir sage. Wenn Du dann stirbst, kommt der Jesus und holt Dich mit dem Traktor ab".
Eine Lehre für Dumme und Faule - also die Masse!

Selbstverständlich muß es zwangsläufig einen Ursprung des irdischen Daseins geben. Wir nennen diesen Ursprung Gott. Aber es gibt genügend andere Namen aus älteren Zeiten - und es ist eben nur ein Name!
Das, was wir Gott nennen, ist eine Einheit von Geist und Seele (auch nur Namen).
Geist ist die Lebensenergie - also DAS LEBEN, und die Seele ist ein Prinzip - des Lebens. Zusammen als Einheit das lebendige Prinzip, das LEBENSPRINZIP. (ganz einfach).

Diese EINHEIT ist aber ein reiner SEIN - Zustand. Der Geist ist aber das Leben, und er will sich AUSLEBEN. Das kann er aber nicht in dieser Einheit.

Darum schafft dieser Gott die materielle Welt (Universum) auf Grund (Basis) des Prinzips. Dann sickt er den Geist in diese Welt, um das Prinzip zu BELEBEN.
Jetzt kann der Geist in der Welt ALL SEINE VORSTELLUNGEN AUSLEBEN.

Bei Pflanzen und Tieren funktioniert das noch, denn diese folgen noch AUTOMATISCH ihrem Selbst - den Prinzipien.
Erst der Mensch erhält den freien WILLEN. Dadurch erkennt er SELBST - er sagt ICH BIN. Doch dieses ICH BIN bezieht sich auf den materiellen Körper und die Person.

Hier kommt der Baum der Erkenntnis ins Spiel. Der Mensch erkennt UNTERSCHIEDE. Das ist gut, und das ist böse. Dadurch strebt er nach dem Angenehmen (Zuneigung) und meidet das Unangenehme (Abneigung).
Von nun an ist der Geist es Menschen in seinem Körper GEFANGEN, und UNBEWUSST. Denn er hält sICH für Körper - und nicht für Geist, und er hat sein wahres Selbst vergessen. Dadurch kann der Mensch GEGEN die universellen Prinzipien verstoßen. (Was in der heutigen Zeit zur Genüge getan wird).

Bewusstwerdung bedeutet, daß der Mensch zunächst wieder erkennen muß, daß er Geist (Leben) ist, und dann muß er die göttlichen Prinzipien in der materiellen Natur erkennen. Erst dann, kann er sich wieder EINS mit ALLEM fühlen. Dann kann er auch alles was lebt LIEBEN. (vorher liebt er nur einzellne Personen - die persönliche Liebe).

Denn alles was Lebt ist Geist, mit einem unterschiedlichen Bewusst - SEIN.

Diesen Weg muß der Mensch SELBST SUCHEN und FINDEN. Der Glaube an diesen Gott kann hilfreich sein, die Probleme auf dem Weg zu bewältigen. Doch der reine Glaube bringt keine Erkenntnis, und bewirkt auch keine Bewusstwerdung.

Doch wer die Prinzipien SELBST erkannt und verstanden hat, der kennt Gott!!!

In diesem Sinne, (vieleicht kommt noch eine Fortsetzung)

Mit freundlichen Grüßen
Demetrius Degen

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©Demetrius Degen
09,10,2015

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