Fall aus dem Paradies und die Erbsünde

Im "Paradies" wurden noch keine Unterschiede für WAHR genommen.
Unterschiedswahrnehmung bedeutet die Polarität, auf der das ganze Universum und auch die Erde aufgebaut ist.

Vom Baum der Erkenntnis von GUT und BÖSE zu "essen" bedeutet eben, diese Polarität und diese Unterschiede für WAHR zu nehmen.
Dadurch entsteht Zuneigung und Abneigung - weil ein Unterschied von Krankheit und Gesundheit für WAHR genommen wird. Daraus entsteht BEGEHREN nach dem vermeintlich angenehmen, (Gesundheit) und ANGST vor dem vermeintlich unangenehmen (Krankheit).
Diese Polarität ist aber in der materiellen Welt absolut notwendig, um überhaupt etwas WAHR nehmen zu können. (Hätte alles den gleichen Gestank, würde Gestank aufhören zu existieren (gleiches mit Farbe, Geschmack, usw.)).

Diese Unterschiedswahrnehmung ist der FALL aus dem paradiesischen Zustand des Geistes - weil der Geist durch Zu- und Abneigung, Begehren und Angst verleitet wird.
Der Mensch IRRT in seinem Denken zwischen Richtig und Falsch, zwischen Gut und Böse, zwischen Wahrheit und Lüge, usw.

Dann macht der Mensch auch einen UNTERSCHIED zwischen DIR und MIR. Dadurch verliert er die geistige Sicht der EINHEIT und fühlt sICH getrennt vom Anderen. Dadurch entsteht der EIGENNUTZ, also das Begehren und Handeln für sICH (Egoismus).

Damit sind wir auch bei der Marktwirtschaft und den Medien, welche mit ABSICHT, das BEGEHREN (den Egoismus) der Menschen steigern, um das eigene Begehren nach Geld für sICH zu erfüllen. Daran wird auch diese sogenannte Zivilisierte Gesellschaft zu Grunde gehen.

Die eigentliche ERBSÜNDE, ist das BEGEHREN des Menschen für sICH! Denn - wenn beim Tod des Körpers, im Geist des Menschen noch das geringste Begehren für sICH vorhanden ist, dann wird der Geist - auf Grund des Begehrens - in einem neuen Körper wieder geboren!

Nur wer noch zu LEBZEITEN, all seine Begehren für sICH - also das Handeln in Tat, Wort und Gedanken zum EIGENEN NUTZEN - vollkommen abgelegt hat, der gewinnt die höchste Erkenntnis, erkennt im Geiste wieder die EINHEIT aller Dinge, und geht in die Vollendung.
Wenn dann der Körper stirbt, gibt es NICHTS mehr, was neu geboren werden müsste. Denn ohne Begehren, keine Geburt!!!

Der Geist fällt aus der EINFALT in die FIELFALT. In der Fielfalt lebt der Geist all seine Vorstellungen (Begehren) aus, und wenn er alle Vorstellungen ausgelebt hat, und seine Begehren abgebaut sind, ERKENNT und durchschaut er das SPIEL des Lebens, und verabschiedet sich im Geiste von diesem irdischen Dasein.

Mit freundlichen Grüßen
Demetrius Degen

Mehr zur Erkenntnis und Verständnis des Geistes und zur Weiterentwicklung im Bewusstsein -
In meinen BÜCHERN.
Es gibt auch SONDERANGEBOTE.

©Demetrius Degen
23.10.2014

Wer diskutieren möchte, kan das hier machen:
Blog: Robert Kroiß

Eine Ergänzung:

Das Paradies SYMBOLISIERT ja den "Himmel", und da herrscht die EINHEIT der zwei Pole von Geist und Seele (Adam und Eva).
Geist - Adam (männlich, veränderlich, Aktivität, Wahrnehmung, Erkenntnis, Logik, Licht).
Seele - Eva (weiblich, unveränderlich, Passivität, Prinzip, Gefühl, Intuition, Vertrauen, Liebe).

Diese beiden gegensätzlichen Pole bilden diese EINHEIT, die Gott genannt wird, und auch als "Himmel", "Paradies", oder auch "gelobtes Land" bezeichnet wird. Doch das ist aber ein REINER SEIN-ZUSTAND!!! Also noch KEIN BEWUSSTES SEIN!!!

In den Upanishaden: (frei zitiert) "Am Anfang gab es ein einzig, alleiniges, ein lediglich SEIENDES"! Diese Aussage deckt sich mit Deinem Beispiel von Moses: "Der Name Gottes lautet - ICH BIN"!!!

Auch wenn diese Einheit (die ALLES IST) aus zwei gegensätzlichen Polen besteht, kann sich diese Einheit NICHT ERKENNEN.
Denn - was ich BIN, das kann ich nicht erkennen (sehen), und was ich erkenne (sehe), das kann ich NICHT SEIN.

Wenn der Geist also seine Seele ERKENNEN will, dann MUSS zwangsläufig eine TRENNUNG stattfinden.
So sagt der Gott (Einheit) zum Geist: "Dann erschaffe ich Dir eine materielle Welt, welche dem PRINZIP Deiner Seele entspricht. (Das ganze Universum und auch die Erde, entspricht dem PRINZIP der göttlichen Selle. Bis hin zum Menschen, der nach dem EBENBILD des Gottes geschaffen wurde. Auch damit ist nicht das Aussehen, sondern das Prinzip gemeint, auf dem der Körper aufgebaut ist).

Jetzt ist diese Welt aber öd und leer. DARUM, muß sich der Geist in diese Welt begeben, um diese zu BELEBEN.

(Die Seele ist gleich der Luft, und DURCHDRINGE die ganze Materie, aber verbindet sich NICHT mit Ihr. Der Geist ist gleich dem Wasser, verbindet sich mit der Materie und gibt ihr die Form).

Da der Geist nun von der Seele getrennt wird, entsteht als SPANNUNG das Leben (Energie - Antrieb). Da die Seele vom Geist getrennt ist, entsteht als SPANNUNG die Liebe (Sehnsucht nach Einswerdung). In der materiellen Natur wird beim Menschen aus dem Lebenstrieb des Geistes der Sexualtrieb (Arterhaltung), und aus der Sehnsucht der Seele nach Einswerdung, wird das Begehren (Selbsterhaltung).

Wenn sich der Geist aber in die Materie begibt, und sICH mit Ihr verbindet, VERGISST er, was er ist, und identifiziert sich durch die Sinneswahrnehmung mit seinem materiellen Körper. Das wird dann unbewusst, und in der Bibel auch als TOT bezeichnet.
Darum sagt der Christus auch: "Ich bin gestorben für die Welt"!
Der Christus symbolisiert den Geist, der "sterben" muß, um in der Welt geboren zu werden.

Nur im materiellen Leben, kann der Geist sich seines wahren Selbst (Seele) BEWUSST werden. (weil er sich sinnbildlich sein Selbst von AUSSEN ansehen kann). Wenn er sein wahres Selbst wieder ERKANNT hat (Bewusstwerdung), vereint er sich voll BEWUSST und ABSICHTLICH mit seinem Wahren Selbst, und kehrt in die EINHEIT zurück.
Ein ERKENNEN, findet immer nur von AUSSEN statt. In der EINHEIT gibt es kein Erkennen, sondern nur ein SEIN. Darum ist das materielle Leben absolut notwendig, damit der Geist seines wahren Selbst (Seele) bewusst werden kann.
Das Ziel des Menschen ist es eben, sICH im Geiste durch die Sinneswahrnehmung, von der Polarität der materiellen Natur nicht beeinflussen und beirren zu lassen.
Bhagavad Gita: "Kämpfe um des Kampfes willen, und lasse Dich durch Glück oder Unglück, Erfolg oder Misserfolg, Gewinn oder Verlust, NICHT beirren".
Lao-Tse nennt das "Tun ohne Tun" (Das nur SELTEN erreicht wird).
Bhagavad Gita: "Wer den Geist beherrscht, dem ist der Geist der größte Freund. Wer ihn aber nicht beherrscht, dem ist der gleiche Geist der größte Feind"!

Der Paradiesische Zustand, ist also ein rein geistiger Bewusstseiszustand. Dieser wird nur erreicht, wenn alle Begehren abgetan sind, und sich die Identifikation des Geistes mit dem Körper und der Person auflöst. Der lebt dann auf Erden, in einem paradiesischen Zustand, oder hat den Himmel auf Erden erreicht.

Upanishaden: "Wenn alle Begehren, die im Herzen wallen, aufgegeben sind, wird der sterbliche unsterblich".

Diese gezeigten Bewusstseinszustände, werden nur sehr selten, und von nur sehr wenigen Menschen wirklich erreicht.
Darum wird es auch nie für die Massen, den Himmel auf Erden - oder Friede auf Erden - oder das Paradies auf Erden - als Dauerzustand geben. Denn Bewusstwerdung geht nur durch die Polarität, durch Freude UND Leid. So wie die Pflanzen nur durch Sonne UND Regen wachsen, blühen, und Früchte hervorbringen. Dauerhaft Regen ist genauso schädlich wie dauerhaft Sonne. Das Gleiche gilt auch für Freud und Leid.
Die rechte Mischung macht es.

©Demetrius Degen
24.10.2014

Hier meine Bücher im Internet, oder bestellen Sie mit der entsprechenden ISBN - Nr. beim nächsten Buchhandel.


Sonderangebote
direkt beim Autor:

Die Anzeige der Dokumente dieser HP innerhalb von Frames durch andere Internetanbieter sind ausdrücklich untersagt.

Besucherzaehler