Demetrius Degen - Seminarleiter und Autor

Die Fabel vom gefräßigen Raubtier:

Es gab einmal ein Raubtier (Marktwirtschaft), das wurde in Amerika in einem Käfig gezüchtet. Dieses Raubtier legte goldene Eier. Die anderen Länder bestaunten dieses Tier, und wollten es auch haben. So bekam das Raubtier Junge, die nach und nach an andere Länder verteilt wurden, und dort auch in Käfigen aufgezogen wurden. Diese Raubtiere vermehrte sich schnell, und waren ständig in Verbindung miteinander. Doch der Käfig wurde den Raubtieren mit der Zeit zu eng, und sie legten immer weniger goldene Eier, weil ihnen die Nahrung ausging. Die Eigentümer waren erschrocken, und fragten sich, wieso das Raubtier immer weniger goldene Eier legte.
So kam es, daß diese Raubtiere eines Tages verlangte, aus dem Käfig gelassen zu werden. Sie schrien: "Lass uns endlich FREI, dann haben wir genügend zu fressen und können wieder mehr goldene Eier legen".

Die Eigentümer (Regenten) der Käfige (Länder) liesen sich davon überzeugen, und öffneten die Käfige. Ein Käfig nach dem Anderen wurde geöffnet, bis sich letztendlich dieses Raubtier weltweit verbreitet hatte.

Dieses Rudel der Raubtiere, wurde in Freiheit so mächtig, daß es nicht mehr zu bändigen war. Als es das erkannte, fing es an, die goldenen Eier in erster Linie für sich zu behalten. Es fraß immer mehr (Arbeitsleistung - Kaufkraft), und die goldenen Eier (Gewinn) behielt es für sich. Jetzt endlich merkten die ehemaligen Besitzer der Raubtiere, daß dieses Tier so gefräßig ist, und letztendlich mehr frißt als es göldene Eier legt. Also mehr verbraucht als es nützlich ist. Diese Raubtiere wollten nur frei sein um mehr fressen zu können, aber für die Nahrung mußten die ehemaligen Besitzer immer noch sorgen.
Da die Raubtiere durch ihre Freiheit mehr Nahrung brauchten, mußte auch mehr Futter her (Subventionen - Abschreibungen - Steuervergünstigungen - Unterstützungen (Arbeitsleistung, Billiglöhne)). Die Kosten für das zusätzliche Futter mußten die Kinder (Volk) des Eigentümers tragen.

Die ehemaligen Besitzer sind ratlos, und überlegen, wie man diese Raubtiere wieder in einen Käfig sperren könnte. Sie machen viele Vorschläge von Theoretikern, Wissenschaftlern und Spezialisten - von den klügsten Köpfen der Länder erdacht - doch sie können sich nicht EINIGEN. Der Eine sagt: "Diese Fessel lase ich nicht zu", und der Andere sagt:" Jene Fessel lasse ich nicht zu - und so mancher "BLINDE" sagt immer noch: "Lass doch dem armen Raubtier seine Freiheit".

Zwischenzeitlich ist dieses Rudel von Raubtieren, das sich sehr wohl weltweit EINIG ist, da es ihnen nur um´s FRESSEN geht, so mächtig geworden, daß es von einem Besitzer alleine unmöglich einzufangen, oder zu bändigen ist. Wärend sich die Besitzer also noch streiten, wächst das Rudel der Raubtiere gelassen immer weiter, frißt immer mehr, und behält die goldenen Eier für sich. Für ihre ehemaligen Besitzer haben sie nur noch ein müdes Lächeln übrig.

Eigentlich wäre ein Großteil dieser Raubtiere schon vor Jahren "gestorben". Ein großer Schreck ging durch die Eigentümer. Doch haben die Eigentümer schnell neues Futter von den Kindern (Volk) genommen, und es diesen - vom "Tod" bedrohten Raubtieren vorgeworfen.
So schaffen die Besitzer der Raubtiere jetzt künstlich immer mehr Nahrung (Kapital), weil sie der irren Meinung sind, daß es ohne diese Raubtiere nicht mehr gehen würde. (Dadurch werden die Kinder (Volk) immer ärmer, und werden immer höher verschuldet). Sie können sich ein Dasein ohne diese Raubtiere garnicht mehr vorstellen, und vertreten immer noch die Meinung, diese Raubtiere noch weiter mit immer mehr Nahrung füttern zu müssen. Auch die jungen Kinder (Volk - Jugend) haben nichts anderes kennen gelernt, als diese Raubtiere zu füttern (Arbeitsleistung - Kaufkraft). Woher sollten diese eine andere Vorstellung kennen?
Sie sind ja so aufgewachsen.

So haben sich die einstigen Eigentümer, in ABHÄNGIGKEIT zu den Raubtieren gebracht, und finden keinen anderen Ausweg, als diese Raubtiere weiter zu füttern - aus ANGST, daß es ohne diese Raubtiere nicht mehr gehen würde.

Diese unersättlichen Raubtiere, werden so lange wachsen und sich vermehren, bis sie das ganze, weltweit zur Verfügung stehende Futter (Kapital) aufgefressen haben. Denn wenn auf Dauer immer mehr gefressen wird, als nachwachsen kann, geht zwangsläufig irgendwann die nahrung aus.

(EWIGES WACHSTUM GIBT ES NICHT)

Dann allerdings, wird dieses Rudel von Raubtieren auch SELBST zu Grunde gehen, weil es nichts mehr zu fressen hat.

ES SEI DENN ....

Die ehemaligen Besitzer (Alle Regenten der Länder dieser Welt) werden sich EINIG, und legen GEMEINSAM dem Rudel der Raubtiere ganz kräftige Zügel an.
Doch das ist ziemlich unwahrscheinlich, weil auch diese NUR noch ihren EIGENNUTZ kennen. Denn auch diesen geht es längst nicht mehr um das Wohl der Kinder (des Volkes), sondern um Geld, Macht und Einfluß. Keiner traut sich, den Kindern (Volk) die Wahrheit zu sagen - denn dann würden sie ja nicht mehr gewählt werden.

Und die Moral von der Geschicht:
1. Ein ewiges Wachstum gibt es nicht.
2. Lasse Dich nicht von einem Ergebnis blenden, sondern schau, woduch es entstanden ist.

3. Wahre Freiheit kann es nur innerhalb vernunftbegabter Regulierungen geben.
4. Der Markt würde sich schon selbst regulieren. Doch nur dann, wenn man ihn NICHT unterstützt.

5. Bringe deine eigene Existenz nicht in Abhängigkeit von Anderen.

Demetrius Degen
12.10.2011

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